Was ist die Carnivore Ernährung?
Die Carnivore Ernährung (engl. „Carnivore Diet“) ist eine Form der tierbasierten Ernährung, bei der ausschließlich oder überwiegend tierische Produkte verzehrt werden. Das bedeutet: Fleisch, Fisch, Eier und tierische Fette stehen im Mittelpunkt. Gemüse, Obst, Getreide, Hülsenfrüchte, Zucker und pflanzliche Öle werden konsequent weggelassen.
Der Fokus liegt auf:
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Rind, Schwein, Lamm, Wild, Geflügel, Fisch
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Innereien wie Leber, Niere, Herz
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Knochenbrühe und Knochenmark
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Butter, Ghee, Talg
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Eier
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Salz und gelegentlich Gewürze
Viele Carnivore-Anhänger essen ausschließlich Rindfleisch („Beef only“), andere integrieren Eier, Fisch oder gelegentlich Käse. Wichtig: Es gibt nicht die eine Carnivore-Ernährung – sondern individuelle Spielarten innerhalb eines klaren Rahmens.
Ist das nur ein Trend?
Definitiv nein.
Die Carnivore-Ernährung ist keine Modeerscheinung. Sie ist eine Rückbesinnung auf unsere evolutionären Wurzeln. Schon unsere Vorfahren aus der Altsteinzeit waren Jäger und Sammler – wobei der Schwerpunkt stark auf dem Jagen lag. Archäologische Funde und isotopische Analysen zeigen, dass Homo sapiens einen sehr hohen Anteil tierischer Nahrung zu sich nahm - in manchen Regionen über 70-90 %.
Die Idee, dass der Mensch pflanzenbasiert leben sollte, ist eine vergleichsweise junge kulturelle Entwicklung - getrieben durch Ackerbau, Industrialisierung und Ideologien, aber nicht durch biologische Notwendigkeit.
Heute greifen immer mehr Menschen auf Carnivore zurück - nicht aus Dogma, sondern weil sie:
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Autoimmunerkrankungen lindern
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chronische Entzündungen reduzieren
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das Körpergewicht regulieren
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ihre mentale Klarheit verbessern
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und ein stabiles Energielevel erleben
Warum funktioniert Carnivore so gut?
Die Carnivore-Ernährung wirkt wie ein „Reset“ für den Körper. Sie reduziert Entzündungsherde, entfernt Reizstoffe (z. B. Lektine, Oxalate, Gluten) und bringt hormonelle Signale wieder ins Gleichgewicht.
Das betrifft vor allem Leptin und Ghrelin - zwei Schlüsselhormone für Hunger und Sättigung:
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Ghrelin ist das „Hungerhormon“, das bei leerem Magen ansteigt. Es wird durch eiweiß- und fettreiche Nahrung effizient reguliert - so, wie es bei Carnivore der Fall ist.
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Leptin ist das „Sättigungshormon“, das dem Gehirn signalisiert: „Ich bin satt.“ Bei stark verarbeiteten Kohlenhydraten und chronischem Insulinüberschuss kann Leptin seine Wirkung verlieren (Leptinresistenz). Bei Carnivore beruhigt sich das System, und Leptin funktioniert wieder zuverlässig.
Das bedeutet: Du musst keine Kalorien zählen. Du isst, wenn du hungrig bist - und hörst auf, wenn du satt bist. Ganz natürlich.
Ist das gesund? Woher bekomme ich Vitamine?
Viele glauben, sie bräuchten Pflanzen für Vitamine und Mineralien – doch das ist ein Irrtum. Fleisch (insbesondere Innereien) liefert hoch bioverfügbare Nährstoffe, darunter:
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Vitamin A (Retinol) – in Leber
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B-Vitamine – in Fleisch, Fisch, Eiern
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Eisen, Zink, Selen – besonders in rotem Fleisch
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Omega-3-Fettsäuren – in fettem Fisch
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Vitamin K2 – in tierischen Fetten
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Calcium – z. B. durch Knochenbrühe
Das heißt: Wer „nose to tail“ isst (also das ganze Tier inkl. Innereien, Knochen, Fett), ist mit allem versorgt - und zwar ohne Antinährstoffe, die in Pflanzen vorkommen (Phytinsäure, Oxalate, Lektine etc.).
Fazit
Die Carnivore-Ernährung ist radikal einfach - und radikal effektiv. Sie ist keine Mode, sondern uralt. Sie hilft Menschen, Entzündungen zu lindern, Gewicht zu regulieren, mentale Klarheit zu gewinnen und hormonell wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
Sie ist keine Diät. Sie ist eine Lebensweise - intuitiv, nährstoffreich und nachhaltig.
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